Kasseler
Ein gutes Stück Hausmannskost

Tradition und deftiger Geschmack seit über 100 Jahren vereint!

Berlin, Potsdamer Platz/ Ecke Kochstraße: Dort, wo man heute eher internationale Küche mit Sushi, Tofu und Co. findet, gab es Ende des 19. Jahrhunderts eine kleine Metzgerei – und einen Metzgermeister namens Cassel. Ihm wird die Erfindung eines besonders ­guten Stücks deutscher Hausmannskost zugeschrieben: dem Kasseler.
Die Liste der Rezepte mit Kasseler ist wohl so lang wie die Tradition selbst: Kasseler ist Bestandteil deftiger Eintöpfe, besonders in Verbindung mit Kohl, kann aber auch gebraten, gekocht, im Ofen gebacken, in Brotteig eingepackt oder mit einer Senfkruste veredelt werden. Ein echter Allrounder.

Traditionelle Herstellung: Heute wie vor 100 Jahren

Auch bei uns hat das Kasseler seine Tradition. Ganz nach altem Handwerk werden die frischen Schweinerücken oder Schweinenacken mit einer Gewürzlake behandelt. Mit Nadeln wird die Lake tief ins Fleisch eingebracht und ruht dann bis zu einem Tag.Das Fleisch wird dadurch sehr zart und saftig und erhält einen gleichmäßigen Geschmack. Danach werden die Fleischstücke schonend mit Wasserdampf gegart, bevor sie zur Veredelung am Schluss mit Buchenholz heißgeräuchert werden. Dieser Vorgang wird Nasspökeln genannt. So erhält das Kasseler seinen unverwechselbaren Geschmack und ist darüber hinaus über Tage hinweg haltbar.


Experteninfo


„Erhitzen Sie Ihre Pökelerzeugnisse am besten in der Brühe oder im Backofen. So gelingen sie immer.“

 

Berthold Höß (55)
Fleischertechniker


Unser Rezept-Tipp:

Kasseler Rückenbraten mit scharfer Honigglasur

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